Aktualisiert im Januar 2026 – Preise geprüft, neue Tipps ergänzt und FAQ erweitert.
In Deutschland kochen wir säurehaltiges Obst und Gemüse hauptsächlich im Wasserbad ein. Wer jedoch säurearme und eiweißreiche Lebensmittel wie Bohnen, Erbsen oder Kartoffeln sicher einkochen möchte, sollte darüber nachdenken, einen Pressure Canner in Deutschland zu kaufen. Denn: Das in Deutschland oft empfohlene zweimalige Einkochen gilt in den USA als unsicher und veraltet.
Dort gibt es eine sichere und effiziente Lösung: den Pressure Canner. Dieser Einkochtopf erzeugt durch Druck im Inneren Temperaturen über 100 Grad Celsius, etwas, das ein klassischer Einkochtopf nicht schafft. Dadurch werden Bakterien, Sporen und Enzyme zuverlässig abgetötet.
Wenn du einen Pressure Canner kaufen möchtest, brauchst du vor allem eine klare Entscheidung:
Welches Gerät ist in Deutschland realistisch erhältlich, sicher in der Anwendung und langfristig sinnvoll? Genau diese Fragen klären wir hier Schritt für Schritt.
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Ist ein Pressure Canner in Deutschland erlaubt?
Ja, einen Pressure Canner zu verwenden ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Es gibt kein Gesetz, das den Einsatz dieser Geräte im privaten Haushalt verbietet. Ein Pressure Canner ist technisch nichts anderes als ein großer Druckkochtopf, der speziell für das Einkochen entwickelt wurde. Ähnliche Geräte, wie Schnellkochtöpfe, sind in deutschen Küchen seit Jahrzehnten üblich.
Der Unterschied liegt vor allem darin, dass ein Pressure Canner:
- größere Mengen an Gläsern aufnehmen kann
- über längere Zeit einen konstanten Druck hält
- speziell für Einkochverfahren entwickelt wurde
In den USA wird diese Methode seit vielen Jahrzehnten genutzt, um säurearme Lebensmittel wie Bohnen, Gemüse oder Suppen sicher haltbar zu machen. In Deutschland ist das Verfahren dagegen weniger verbreitet. Deshalb gibt es hier auch weniger Informationen und kaum getestete Rezepte.
Wenn du mit einem Pressure Canner einkochen möchtest, solltest du dich deshalb an wissenschaftlich getesteten Einkochrezepten orientieren, wie sie zum Beispiel das National Center for Home Food Preservation (NCHFP) veröffentlicht.
Pressure Canner kaufen: Die besten Modelle für Deutschland (2026)
Wenn du einen Pressure Canner kaufen möchtest, willst du vor allem eines: eine klare Entscheidung.
Du möchtest nicht den ganzen Artikel lesen? Hier ist die Kurzfassung:
Für Deutschland ohne Import- und Zollstress:
CanMate 22 QT Pressure Canner (Affiliate-Link)
- Induktionsgeeignet
- Ersatzteile in Deutschland verfügbar
- Kein Zoll- und Import-Stress
- Geeignet für größere Mengen (bis zu 18 Gläser à 500 ml, je nach Stapelung)
- Preis: ca. 172,50–199,99 € (Stand März 2026)
Der CanMate ist für viele Haushalte in Deutschland eine besonders praktische Lösung, da Zoll- und Importformalitäten entfallen. Boden- und Stapelplatte sind bereits im Lieferumfang enthalten, und der Hersteller sitzt in der EU mit deutschsprachigem Kundenservice.
Für mich persönlich ist er deshalb aktuell die unkomplizierteste Möglichkeit, um in Deutschland mit dem Pressure Canning zu starten.
CanMate Pressure Canner ansehen
Rabattcode: CANVEGANISH (5 % Rabatt im Shop)
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis aus den USA:
Presto 23 Quart (Affiliate-Link)
- Bewährtes Einsteigermodell
- Kombination aus Manometer und Gewicht
- Gute Ersatzteilversorgung
- Deutlich günstiger als All American
- Preis: ca. 301,72 € inkl. Import und Versand (Stand März 2026)
Für maximale Langlebigkeit:
All American 921 (kein Affiliate-Link)
- Metall-auf-Metall-System (keine Gummidichtung)
- Sehr robuste Bauweise
- Langfristig ausgelegt
- Hochpreisig und nicht immer problemlos nach Deutschland lieferbar
- Preis: ca. 383,81 € zzgl. Versand und Zoll (Stand März 2026)
Für Viel-Einkocher mit langfristiger Perspektive und entsprechendem Budget.
Für Sparfüchse ohne Induktionsherd
Mirro Pressure Canner (22 QT) (Affiliate-Link)
- Relativ günstiger Einstieg in das Pressure Canning
- Arbeitet nur mit Gewichten (kein Manometer nötig)
- Nicht induktionsgeeignet: meist nur für Gas oder klassische Elektroherde empfohlen
- Preis: ca. 201,76 € inkl. Import und Versand (Stand März 2026)
Du möchtest die Modelle im Detail vergleichen?
Im folgenden Abschnitt findest du eine strukturierte Gegenüberstellung mit technischen Daten, Herdarten, Gewicht, Bedienung und typischen Einsatzbereichen.
| Modell | Füllvolumen | Druckart | Induktionsgeeignet | Preis (inkl. Versand und Zollgebühr) | Lieferbar nach Deutschland |
|---|---|---|---|---|---|
| CanMate Press Pan (22 Quart) |
bis zu 18 Gläser à 500 ml mit Hilfe einer Stapelplatte | Manometer + Gewicht | 172,50–199,99 € | ||
| Presto 01784 (23 Quart) |
bis zu 20 Gläser à 500 ml mit Hilfe eines Einkocheinsatzes | Manometer + Gewicht | ca. 301,72 € | ||
| All American 921 (21,5 Quart) |
bis zu 19 Gläser à 500 ml mit Hilfe eines Einkocheinsatzes | Manometer + Gewicht | ✖️ | ca. 383,81 € (zzgl. Versand und Zoll) | ✖️ Nicht direkt lieferbar |
| Mirro Pressure Canner (22 Quart) |
bis zu 18 Gläser à 500 ml mit Hilfe eines Einkocheinsatzes | Gewicht | ✖️ | ca. 201,76 € |
Der Mirro 22 QT ist weiterhin erhältlich und technisch solide verarbeitet. Er eignet sich gut für Haushalte ohne Induktionskochfeld, da er nicht induktionsgeeignet ist. Für klassische Elektro- oder Gasherde kann er eine preislich attraktive Alternative sein.
Die Marke Mirro gehört heute zum Groupe-SEB-Konzern. Ob die aktuellen Geräte noch in eigener Produktion hergestellt werden, lässt sich öffentlich nicht eindeutig nachvollziehen. Einige Ersatzteile stammen aus Restbeständen oder werden von Drittanbietern als kompatible Ersatzteile produziert. Die Versorgung mit Ersatzteilen ist derzeit noch gegeben, für die Zukunft lässt sich ihre Verfügbarkeit jedoch nicht eindeutig abschätzen.
Warum ein Pressure Canner unverzichtbar ist
– und ein Schnellkochtopf nicht reicht
Ein Pressure Canner erreicht Temperaturen von 116–121 °C (241–250 °F). Diese Temperaturen sind notwendig, um potenziell gefährliche Mikroorganismen wie Clostridium botulinum zuverlässig abzutöten.
Das National Center for Home Food Preservation (NCHFP) der University of Georgia entwickelt unter Laborbedingungen geprüfte Rezepte, die genau auf diese Temperaturen und Druckverhältnisse abgestimmt sind. Säurearme Lebensmittel dürfen laut diesen Richtlinien ausschließlich unter Druck eingekocht werden.
Ein Schnellkochtopf arbeitet zwar ebenfalls mit Druck, ist aber nicht fürs sichere Einkochen gedacht. Er baut den Druck schneller auf und lässt ihn auch schneller wieder ab, statt ihn über einen längeren Zeitraum gleichmäßig zu halten. Außerdem gibt es keine wissenschaftlich geprüften Einkochverfahren für Schnellkochtöpfe. Beim Einkochen kommt es jedoch genau auf diese stabile und kontrollierte Druckphase an – und genau hier liegt der entscheidende Unterschied.
Vorteile eines Pressure Canners:
- Schnelleres Einkochen: kein zweimaliges Einkochen notwendig
- Bessere Nährstofferhaltung: geringerer Vitaminverlust
- Bessere Konsistenz des Einkochguts: Gemüse zerkocht weniger
- Höhere Lebensmittelsicherheit durch wissenschaftlich getestete Rezepte
Ein Pressure Canner bietet dir also nicht nur mehr Sicherheit beim Einkochen, du erreichst auch bessere Ergebnisse und kannst säurearme Lebensmittel zuverlässig haltbar machen.
Welche Lebensmittel können mit einem Pressure Canner eingekocht werden?
Ein Pressure Canner eignet sich für säurearme und eiweißreiche Lebensmittel (pH-Wert über 4,6), da diese ein höheres Risiko für Bakterienwachstum haben. Dazu gehören:
- Gemüse: Karotten, Mais, Kartoffeln, Spargel, Pilze
- Hülsenfrüchte: Kichererbsen, Bohnen, Linsen, Erbsen
- Suppen und Eintöpfe: Bohneneintopf, Gemüseeintopf
- Tierische Erzeugnisse: Fleisch oder Fisch
Für säurehaltige Lebensmittel (pH-Wert unter 4,6) wie Obst oder Marmeladen reicht das Einkochen im Wasserbad aus.
Sichere Einkochrezepte für den Pressure Canner findest du hier:
- Kartoffeln: hier findest du meine Anleitung zum Kartoffeln einkochen – schnell, sicher, genial
- Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Kichererbsen: siehe meinen Beitrag Hülsenfrüchte einkochen im Pressure Canner
- Eine Anleitung für Süßkartoffeln: findest du im Artikel Süßkartoffeln sicher einkochen
- Mais konservierst du wie in meinem Beitrag: Mais einkochen – das süße Getreide auf Vorrat
- Rote Bete kochst du sicher ein, wenn du der Anleitung Rote Bete einkochen folgst.
Wie benutzt man einen Pressure Canner?
Gläser vorbereiten und ins Gerät stellen.
Wasser einfüllen (je nach Modell 5–10 cm).
Deckel schließen, Druck aufbauen, Zeit stoppen – fertig!
Mehr zur Handhabung liest du in meiner ausführlichen Anleitung „Einkochen im Pressure Canner – Die sichere Anleitung für säurearme Lebensmittel“.
Welche Arten von Pressure Cannern gibt es?
Es gibt drei Typen von Pressure Cannern für das Einkochen auf dem Herd:
- Mit Manometer: Ein Messgerät am Deckel zeigt den Druck im Inneren an. Dieser wird über die Hitzezufuhr vom Herd gesteuert. Mehr Hitze bedeutet einen höheren Druck, wogegen bei einer geringen Wärmezufuhr der Druck sinkt.
- Mit Gewicht: Der Druck wird über ein Gewicht reguliert, das bei Erreichen des gewünschten Innendrucks zu wippen beginnt.
- Mit Manometer und Gewicht: Eine Kombination aus beiden Systemen. Das Manometer dient als zusätzliche Kontrolle zum Gewicht.
Ein Beispiel für einen Pressure Canner, der nur über ein Manometer verfügt, ist das etwas ältere Modell Presto Dial Gauge Pressure Canner. Die meisten Geräte haben inzwischen beide Systeme kombiniert, ein Manometer und ein Gewicht zur Druckregulierung.
Wie wird der Druck gemessen?
Der Druck wird in den USA in der Einheit PSI (Pounds per Square Inch) angegeben, während in Europa üblicherweise der Druck in bar gemessen wird. 1 PSI entspricht 0,06895 bar, 10 PSI entsprechen ungefähr 0,69 bar und 15 PSI sind ca. 1,03 bar.
Je nach Höhe über dem Meeresspiegel arbeitet ein Pressure Canner mit einem Druck von 10 bis 15 PSI (0,69 – 1,03 bar). Der höhere Druck bewirkt, dass sich die Siedetemperatur von Wasser erhöht. Dadurch kannst du Lebensmittel bei höheren Temperaturen einkochen. Diese sind beim Einkochen von säurearmen Lebensmitteln notwendig, um Bakteriensporen wie Clostridium botulinum zuverlässig abzutöten.
Diese Einkochtemperaturen erreicht der Pressure Canner unter anderen:
- 10 PSI (0,69 bar): ca. 116 °C
- 15 PSI (1,03 bar): ca. 121 °C
Elektrische Pressure Canner – ja oder nein?
Einige Hersteller bieten elektrische Pressure Canner an, wie den Presto Precise® Digital Pressure Canner. Ich rate jedoch von ihrer Nutzung ab, da:
- sie für die US-Netzspannung (120V/60Hz) ausgelegt sind und hierzulande nicht ohne Spannungswandler funktionieren
- sie nicht von der USDA (US-Ministerium für Landwirtschaft) als sicheres Einkochgerät getestet wurden
Ich empfehle stattdessen ein herdbetriebenes Modell mit ca. 22 Quart (ca. 21 Liter) Füllvolumen. Diese Größe ist besonders praktisch, da du damit auch größere Mengen an Lebensmitteln auf einmal einkochen kannst.
Foto: © PressureCanning.de / mit freundlicher Genehmigung von CanMate
Welche Pressure Canner kannst du in Deutschland kaufen?
Wer einen Pressure Canner in Deutschland kaufen möchte, steht oft vor dem Problem, dass viele Geräte aus den USA importiert werden müssen.
- Der CanMate Pressure Canner ist eine der wenigen Optionen, die direkt über einen europäischen Händler erhältlich sind.
CanMate Pressure Canner ansehen (Affiliate-Link). Mit dem Rabattcode CANVEGANISH erhältst du zusätzlich 5 % Rabatt.
- Amazon.de: gelegentlich importierte Modelle und meist No-Name-Geräte aus vermutlich chinesischer Produktion. Die Auswahl ist begrenzt.
Ich persönlich würde von No-Name-Produkten absehen und bevorzuge lieber ein Gerät von einem Hersteller, an den ich mich im Zweifelsfall bei Problemen wenden kann. Auch der Bezug von Ersatzteilen sollte möglich sein, wie beim CanMate Presspan 22 QT.
Welche Pressure Canner gibt es auf dem US-amerikanischen Markt?
In den USA gibt es drei renommierte Marken für Pressure Canner:
- All American Pressure Canner: robust, langlebig, ohne Dichtungsring, arbeitet mit Manometer und Gewicht
- Mirro Pressure Canner: arbeitet mit einem Gewicht
- Presto Pressure Canner: arbeitet mit Manometer und Gewicht
All American Pressure Canner (© Ashley-Belle Burns)
Mirro Pressure Canner (© NAKphotos)
Presto Pressure Canner
Was kostet ein Pressure Canner in Deutschland?
Wer in Deutschland einen Pressure Canner kaufen möchte, hat nur eine begrenzte Auswahl. Neben No-Name-Produkten auf Amazon gibt es aktuell nur einen Anbieter, der ein Gerät direkt in Deutschland vertreibt:
CanMate Press Pan 22QT: Preis & Versand (Stand März 2026)
CanMate Press Pan im Shop ansehen (Affiliate-Link)
- Mit dem Rabattcode CANVEGANISH erhältst du im Shop zusätzlich 5 % Rabatt auf deine Bestellung.
- Artikelpreis: 172,50–199,99 €
- Versandkosten: Kostenlos innerhalb Deutschlands
Was kosten Pressure Canner aus den USA?
Viele Einkoch-Fans, die einen Pressure Canner in Deutschland kaufen wollten, waren jedoch vor der Einführung des CanMate Press Pan 22QT aussließlich auf amerikanische Pressure Canner wie Presto, Mirro oder All American, beschränkt. Zudem haben diese sich bereits seit Jahrzehnten bewährt. Beim Import aus den USA entstehen jedoch zusätzliche Kosten für Versand, Verpackung, die Mehrwertsteuer (MwSt.) und ggf. Zollgebühren.
Hier eine Übersicht der aktuellen Preise auf Amazon.com für beliebte Pressure Canner (Stand März 2026):
- Presto 01784 Pressure Canner, Induktionsgeeignet, 23 Liter (Affiliate-Link): ca. 301,72 € (inkl. Versand)
- Mirro Pressure Canner, 22 Quart (Affiliate Link): ca. 201,76 € (inkl. Versand)
- All American Pressure Canner, 21,5 Quart: ca. 383,81 € (zzgl. Versand und Zoll, nicht nach Deutschland lieferbar)
Lohnt sich der Import eines Pressure Canners?
Wer einen Pressure Canner in Deutschland kaufen möchte, hat mit dem CanMate Press Pan eine gute Alternative, die ohne Importkosten geliefert wird. Wer jedoch auf bewährte US-Marken setzt, sollte die zusätzlichen Zollgebühren, Versandkosten und Umrechnungskurse beim Kauf aus den USA einkalkulieren. Langfristig fallen ggf. Kosten für Ersatzteile oder Wartung, wie die Kalibrierung des Manometers an.
Ich habe meinen Presto Pressure Canner im Jahr 2021 in den USA bestellt. Für mich hat sich die Investition mehr als gelohnt, da ich oft große Mengen an Lebensmitteln einkoche. Der CanMate Press Pan war zu dieser Zeit noch nicht auf dem Markt und ein No-Name-Gerät kam für mich nicht in Frage.
Pressure Canner kaufen – Wo bestellen?
Den CanMate Press Pan kannst du direkt über die Website des Anbieters kaufen:
CanMate Pressure Canner im Shop ansehen (Affiliate-Link). Mit dem Rabattcode CANVEGANISH erhältst du zusätzlich 5 % Rabatt im Shop.
Bei US-amerikanischen Geräten gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:
• Direkt beim Hersteller: oft kein internationaler Versand
• Amazon.com: einfachste Option, Zoll- und Versandkosten werden direkt berechnet
Die Verfügbarkeit und die Möglichkeit eines Versands nach Deutschland auf Amazon.com schwanken jedoch stark. Plane den Kauf sorgfältig und greife zu, sobald dein Wunschmodell erhältlich ist.
Verschleißteile beim Pressure Canner – was muss ersetzt werden?
Ein Pressure Canner ist grundsätzlich langlebig. Dennoch gibt es einige Teile, die du mit der Zeit ersetzen musst, je nach Modell unterschiedlich häufig. Typische Verschleißteile sind:
- Dichtungsring (bei Modellen mit Gummidichtung)
Dieser kann im Laufe der Jahre spröde werden. Du solltest ihn regelmäßig überprüfen. - Manometer
Bei mechanischen Manometern kann die Anzeige mit der Zeit ungenauer werden. - Sicherheitsventil / Überdruckstopfen
Dieses Bauteil schützt vor Überdruck. Ersetzte es bei sichtbaren Schäden.
Modelle wie der All American arbeiten ohne Gummidichtung. Hier entfällt der regelmäßige Austausch des Dichtungsrings. Das kann langfristig ein Vorteil sein. Entscheidend ist jedoch nicht, ob Teile verschleißen, sondern ob Ersatzteile erhältlich sind. Achte beim Kauf darauf, dass du Dichtunge, Ventile und Manometer problemlos nachbestellen kannst.
Wie oft sollte das Manometer kalibriert werden?
Das Manometer zeigt dir an, welchen Druck dein Pressure Canner erreicht. Damit du sicher einkochst, muss diese Anzeige zuverlässig stimmen.
Empfohlen wird, das Manometer einmal jährlich zu überprüfen. In den USA ist das unkompliziert möglich, in Deutschland gibt es dafür jedoch keinen offiziellen Service.
Viele Nutzer entscheiden sich deshalb entweder für einen regelmäßigen Austausch des Manometers oder kaufen direkt ein Modell mit (zusätzlicher) Gewichtsregulierung. Diese funktionieren auch ohne Kalibrierung zuverlässig, weil das Gewicht den Druck mechanisch steuert.
Foto: © PressureCanning.de / mit freundlicher Genehmigung von CanMate
Dreistufiges Gewicht für den Presto Pressure Canner
Ersatzteile & Zubehör – meine Pressure-Canner-Empfehlungen
Pressure Canner sind sehr langlebige Geräte. Einige Teile können jedoch im Laufe der Zeit verschleißen oder verloren gehen und müssen ersetzt werden. Dazu gehören vor allem Dichtungsringe, Druckgewichte oder Sicherheitsventile. Je nach Modell stammen Ersatzteile entweder direkt vom Hersteller oder werden von Drittanbietern als kompatible Ersatzteile angeboten.
Presto 23 Quart – Ersatzteile & Zubehör
- Dichtungsring (Gasket)*: das Teil, das am ehesten irgendwann fällig wird
- Überdruckstopfen / Overpressure Plug*: klein, günstig, sinnvoll als Backup
- Gewichtsregler / Pressure Regulator (ggf. 3-teilig 5–10–15 PSI)*: als Ersatz oder Upgrade
- Manometer (Dial Gauge)*: eher selten nötig, aber wenn’s kaputt ist, willst du nicht warten
- Canning Rack*: falls du ein zweites brauchst oder deins nicht optimal passt
- Entlüftungsrohr (Pressure Cooker Vent Pipe)*: Dampfauslass, auf den später das Gewicht gesetzt wird
Mirro 22 Quart – Ersatzteile & Zubehör
Für Mirro-Pressure-Canner sind Ersatzteile teilweise schwieriger zu finden als für Presto-Modelle. Viele Teile werden heute von Drittanbietern produziert und nicht mehr direkt unter den ursprünglichen Mirro-Teilenummern verkauft.
- Dichtungsring (Gasket)*: auch hier das „Standard“-Ersatzteil
- Gewichtsregler / Pressure Regulator (5–10–15 PSI Set)*: Ersatz oder falls du ein Set nachrüsten willst
- Canning Rack*: wichtig fürs sichere Einsetzen der Gläser
- Vent Tube / Entlüftungsrohr*: Dampfauslass im Deckel. Darauf sitzt später das Druckgewicht (Pressure Regulator)
- Metall-Sicherheitsstopfen (Metal Safety Fuse)*: Sicherheitsventil im Deckel – öffnet bei zu hohem Druck und lässt Dampf entweichen.
*Hinweis: Bei diesen Links handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn du darüber einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich gleich.
Fazit: Welcher Pressure Canner ist der beste?
Einen „besten“ Pressure Canner für alle gibt es nicht, aber es gibt das passende Modell für deine Situation.
- Wenn du maximale Langlebigkeit suchst und bereit bist, den Import zu organisieren, ist der All American nahezu unzerstörbar.
- Möchtest du ein induktionsgeeignetes US-Modell mit bewährter Technik, kommt der Presto 01784 infrage.
- Willst du bewusst ohne Manometer arbeiten, ist ein Modell mit reiner Gewichtsregulierung wie der Mirro eine Option.
-
Wenn du in Deutschland ohne Import- und Zollstress mit dem Pressure Canning starten möchtest, ist der CanMate Pressure Canner aktuell eine sehr praktische Lösung. Über meinen Link bekommst du den Pressure Canner direkt beim Hersteller.
Mit dem Rabattcode CANVEGANISH erhältst du zusätzlich 5 % Rabatt im Shop.
CanMate Pressure Canner ansehen (Affiliate-Link)
Häufige Fragen zum Pressure Canner (FAQ)
Grundlagen
Warum brauche ich einen Pressure Canner?
Säurearme Lebensmittel wie Bohnen, Linsen, Mais oder Suppen können im Wasserbad nicht sicher eingekocht werden, weil die Temperatur dort nicht ausreicht. Ein Pressure Canner ermöglicht das sichere Einkochen genau dieser Lebensmittel und erweitert deine Vorratsküche erheblich.
Was ist ein Pressure Canner
Ein Pressure Canner ist ein spezieller Einkochtopf, der mit Überdruck arbeitet. Dadurch erreicht er Temperaturen bis zu 121 °C. Diese Temperatur ist notwendig, um säurearme Lebensmittel sicher haltbar zu machen.
Er wurde nicht zum Kochen, sondern speziell zum Konservieren entwickelt.
Ist ein Pressure Canner in Deutschland erlaubt?
Ja. Es gibt kein Verbot für Pressure Canner in Deutschland. Wichtig ist, geprüfte Rezepte zu verwenden und das Gerät korrekt zu bedienen. Dann ist das Einkochen mit Druck eine sichere Methode.
Warum wird in Deutschland meist nur im Wasserbad eingekocht?
Historisch hat sich hier das Wasserbad-Einkochen durchgesetzt. Für säurereiche Lebensmittel funktioniert das gut. Für säurearme Lebensmittel sind jedoch Druckverfahren notwendig. Diese Tradition ist in den USA deutlich stärker etabliert.
Sicherheit
Ist Einkochen mit Druck gefährlich?
Moderne Pressure Canner verfügen über Sicherheitsventile und Überdruckmechanismen. Bei sachgemäßer Anwendung sind sie nicht gefährlicher als ein Schnellkochtopf. Risiken entstehen nur bei falscher Nutzung oder beschädigten Bauteilen.
Welche Lebensmittel dürfen nur im Pressure Canner eingekocht
Alle säurearmen Lebensmittel (pH-Wert über 4,6), zum Beispiel:
- Bohnen, Linsen, Kichererbsen
- Mais, Pilze, Kartoffeln
- Suppen und Eintöpfe
- Brühen und Saucen
Im Wasserbad könnten hier Sporen überleben, im Pressure Canner werden sie zuverlässig inaktiviert.
Wie lange sind Lebensmittel aus dem Pressure Canner haltbar?
In der Regel etwa ein Jahr, wenn sie kühl und dunkel gelagert werden. Voraussetzung ist, dass du geprüfte Rezepte verwendest und sauber arbeitest.
Kann ich im Pressure Canner auch Marmelade einkochen?
Ja. Du kannst ihn auch als Wasserbad-Einkochtopf nutzen, wenn du den Deckel nur auflegst und nicht verriegelst. Für Marmelade oder Gelee ist jedoch das klassische Wasserbad völlig ausreichend.
Kauf & Technik
Was ist der Unterschied zwischen einem Pressure Canner und einem Schnellkochtopf?
Ein Schnellkochtopf ist zum Kochen gedacht, nicht zum Konservieren. Er hält den Druck nicht über längere Zeit gleichmäßig und ist nicht für geprüfte Einkochverfahren ausgelegt. Ein Pressure Canner wurde dagegen speziell für das sichere Haltbarmachen entwickelt.
Gibt es Pressure Canner, die in Deutschland funktionieren?
Technisch funktionieren US-Modelle wie All American, Presto oder Mirro auch in deutschen Küchen. Sie müssen jedoch importiert werden, wodurch Versandkosten und Einfuhrabgaben anfallen. Direkt in Deutschland erhältlich ist derzeit der CanMate Press Pan. Er arbeitet mit Manometer und Gewicht und ist hierzulande die unkomplizierteste Lösung.
Ist mein Herd für einen Pressure Canner geeignet?
Gasherde sind ideal. Elektro- und Ceranfelder funktionieren in der Regel ebenfalls, sofern sie das Gewicht eines gefüllten Geräts tragen können. Bei Induktion benötigst du ein Modell mit magnetischem Boden oder eine Adapterplatte. Der Presto 01784 sowie der CanMate Press Pan sind induktionsgeeignet.
Wie viel Wasser kommt in einen Pressure Canner?
Im Gegensatz zum Wasserbad werden die Gläser nicht vollständig bedeckt. Je nach Modell werden meist etwa 5–10 cm Wasser eingefüllt. Die genaue Menge steht in der jeweiligen Bedienungsanleitung.
Brauche ich spezielle Gläser für den Pressure Canner?
Verwende hitzestabile Einmach- oder Mason-Gläser, die für hohe Temperaturen geeignet sind. Nicht jedes Glas hält Druckeinkochen zuverlässig stand.
Wo kann ich einen Pressure Canner kaufen?
US-Modelle erhältst du über internationale Händler. Hier solltest du Versand, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer einplanen. Wenn du direkt in Deutschland kaufen möchtest, ist der CanMate Press Pan aktuell die einfachste Option.




















Endlich mal ein wirklich ausführlicher und informativer Beitrag zu diesem Thema! Die Frage mit dem Manometer und der Kalibrierung hat mich auch immer verunsichert. Das war auch der Grund, warum ich mir bis jetzt keinen Pressure Canner gekauft habe. Ich überlege noch, ob Presto oder CanMate. Aber jetzt bin ich schlauer! Mach weiter so! Danke!
Liebe Monika, vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Das freut mich sehr! Wende dich bei weiteren Fragen gerne an mich!
Auf so einen Artikel habe ich gewartet, super informativ! Das macht für mich einiges klare. Bisher habe ich mich nicht so richtig getraut, mir einen pressure canner zuzulegen. Jetzt sehe ich das schon anders! Danke dir.
Hey liebe Anne, das freut mich unheimlich, das zu lesen! Mir ging es auch lange so. Deshalb dachte ich mir, dass so ein Beitrag auch anderen helfen kann. Na dann los ans Einkochen im Pressure Canner!
Sehr ausführlicher und gut recherchierter Artikel. Alle Fragen beantwortet. 😊
Hi Carcasonne, genau das war mein Ziel! Freut mich, dass deine Fragen beantwortet wurden! Wenn du doch noch etwas dazu wissen möchtest, schreibe mir gerne!
Verstehe ich es richtig, dass ich dann auch ohne Manometer sicher einkochen kann?
Liebe Grüße
Ja, richtig! Wenn du einen Pressure Canner hast, der mit Gewicht einkocht, kannst du das Manometer auch ignorieren. Du musst es dann nicht zwingend regelmäßig kalibrieren lassen und orientierst dich nur am Gewicht. Wenn es gleichmäßig schwingt, hast du den benötigten Druck erreicht. Halte dich aber bei Angaben für das Gewicht aber immer an die Rezepte. Dort steht, welches Gewicht du nutzen musst.
Hallo,
ich benutze den Pressure Canner vom Holländischen Lieferanten ( obwohl das wahrscheinlich ebenfalls Chinaware ist).
Den Manometer kann man gleich vergessen, erstens zeigt er falsch an und zweitens ist er auch absolut überflüssig!
Denn der Druck wird ganz einfach durch die beigelegten Gewichte reguliert. Das Rote für 11PSI das Schwarze für 15PSI.
Also 3 Liter Wasser einfüllen, einen Schuss Essig gegen Kalkablagerungen zugeben, Deckel verschliessen und Erhitzen bis der Druckverschluß neben dem rechten Griff hochgeht, dann 10 min zum Luftablassen weiterkochen und anschliessend je nach Höhe das rote bzw schwarze Geicht aufsetzen. Sobald das Gewicht zu wackeln anfängt, je nach Rezept die gewünschte Zeit abwarten. Dabei kann man die Temperatur runterregeln, damit es gerade noch so wackelt. (Bei mir knappe Stufe 2, hängt von der Wattstärke der Kochplatte ab.) Auch wenn man mal vergisst, die Temperatur runter zu regeln, macht das auch nichts, durch das Überdruckventil (Gewicht) wird der Druck zuverlässig konstant gehalten.
Nach Ablauf der Einkochzeit Herd ausschalten und solange auskühlen lassen, bis der Topf sich gefahrlos öffnen lässt. Gewicht abnehmen. Es sollte jetzt kein Dampf mehr austreten. Dann kann man den Deckel öffnen und die Gläser mit der Gläserzange rausnehmen. Anschließend kann man die nächste Charge machen..
Weck-Sturzgläser mit dem flachen Deckel und den Clips zum verschliessen sind zu empfehlen, da man hier auch je nach Größe mehrere Lagen einfüllen kann. Ebenso Gläser mit Blechdeckelverschluß. Wer hier Geld sparen will kann die passenden Gläser aus dem Supermarkt verwenden, zb Joghurtgläser oder Wurstgläser. Man sollte aber immer auf die einheitliche Grösse der Deckel achten, denn die kann man billig nachkaufen sobald sie kaputt sind.
Am nachhaltigsten sind die Weckgläser, da geht höchstens der Gummi kaputt, da gibts auch billig Ersatz.
Leider hab ich noch jede Menge der alten 1 Liter Gläser mit dem Druckbügel, davon passen dann 5 in den Pressure Canner.
Gruß Stefan
Danke dir, Stefan! Deine Beschreibung ist Gold wert – und ja, Hauptsache das Gewicht wackelt brav, dann sind die Regale schnell voll. Falls du das Manometer doch mal nutzen willst, lohnt sich vielleicht eine Nachfrage beim Support – vielleicht ist es ja tatsächlich ein Montagsgerät. 🙌 Viel Spaß beim Einkochen!